MedNet - Ihr Gesundheitsnetz Borken und Umgebung

    Wer und was ist MedNet?

    Unter dem Begriff "MedNet Borken - Ärztenetz Borken und Umgebung" haben sich Hausärzte und niedergelassene Fachärzte im Februar 2000 zusammengeschlossen. Inzwischen zählt das MedNet fast 80 Mitglieder, nahezu alle Fachrichtungen sind vertreten und können bequem über die Mitgliedersuche gefunden werden. Wir sorgen gemeinsam, trotz aller Sparerlasse, für hoch qualifizierte gesundheitliche Versorgung.
     

     

     

    Presseinformation

    Dortmund, 10. Oktober 2019
    KV 16/19 JE

     

    Gesund durch die Grippesaison kommen

    Der Herbst ist da – und damit auch die Grippesaison. Bei einer Influenza, wie die Grippe auch genannt wird, treten zwar ähnliche Symptome auf wie bei einer normalen Erkältung, sie kann allerdings einen schwerwiegenderen Verlauf nehmen: Neben hohem Fieber und starken Gliederschmerzen können auch Lungen- oder Herzmuskelentzündungen infolge einer Ansteckung mit dem Influenza-Virus auftreten. Immer noch sterben in Deutschland jedes Jahr Menschen an den Folgen einer Grippe, dabei kann eine Grippeschutzimpfung vor einer Infektion schützen.

     

    "Dass die Impfung gegen Grippe eine Erkrankung erst hervorrufen kann, ist eine leider sehr verbreitete Annahme und vor allem eins: Falsch", betont Dr. Volker Schrage, 2. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und Facharzt für Allgemeinmedizin. Es können zwar leichte Erkältungssymptome in der Folge auftreten: "Das ist jedoch ein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass die körpereigenen Abwehrkräfte funktionieren", erklärt Dr. Schrage.

     

    Empfohlen wird die Impfung in den Monaten Oktober und November. "Meist dauert es etwa zwei Wochen, bis sich genügend Antikörper gebildet haben und der Impfstoff wirkt", so der KVWL-Vize. Patienten, die sich im Herbst impfen lassen, sind damit zu Beginn der Grippewelle, die meist zum Jahreswechsel einsetzt, ausreichend geschützt. Auch die sogenannte Herdenimmunität ist ein wichtiges Thema: "Wenn sich genug Menschen gegen Grippe impfen, schützen sie damit auch diejenigen, die das zum Beispiel aufgrund einer Krankheit selbst nicht können. Wer sich impfen lässt, schützt somit auch sein Umfeld", erklärt Allgemeinmediziner Schrage.

     

    Besonders wichtig ist die Impfung für Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören. Dazu zählen Patienten über 60 Jahre, Schwangere, chronisch Kranke und Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Aber auch für diejenigen, die im Beruf und Alltag viel mit Menschen zu tun haben, ist die die Grippeschutzimpfung empfehlenswert, um eine Ansteckung und mögliche Weiterverbreitung zu vermeiden. "Sprechen Sie darüber am besten mit Ihrem Hausarzt", empfiehlt Dr. Schrage. "Die Kolleginnen und Kollegen beraten Sie gerne kompetent."

     

     

    Presseinformation

    Dortmund, 19.03.2019
    KV 06/19 VP

     

    Ärzte in Westfalen-Lippe verordnen weniger Reserveantibiotika als Bundesdurchschnitt

     

    Die Wintermonate sind mit ihrem wechselhaften, nasskalten Wetter die klassische Erkältungs- und Grippezeit. Wer sich gegen die „echte“ Grippe impfen lässt, kann sich zumindest gegen eine Ansteckung mit dem Influenzavirus schützen. Hat es einen aber doch erwischt, glauben viele Patienten mit einem Antibiotikum das Mittel der Wahl gegen die lästigen Beschwerden gefunden zu haben. „Leider ist das ein Irrglaube, der sich immer noch sehr hartnäckig hält“, weiß Dr. Wolfgang-Axel Dryden, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

     

    Denn Antibiotika wirken nur bei bakteriellen Infektionen, nicht aber bei Virusinfektionen wie z.B. einer Grippe. Ein zu häufiger und nicht indizierter Einsatz von Antibiotika kann dementsprechend Resistenzen gegen bestimmte Krankheitserreger begünstigen – das Antibiotikum wirkt also nicht mehr. „In diesem Fall kommen sogenannte Reserveantibiotika zum Einsatz, die allerdings nur in Ausnahmefällen und bei schweren Erkrankungen eingesetzt werden sollten, um die Wirksamkeit dieser Präparate nicht zu gefährden“, erklärt Allgemeinmediziner Dr. Dryden. „In Westfalen-Lippe verzeichnen wir hier glücklicherweise eine positive Entwicklung: In den letzten fünf Jahren haben die westfälisch-lippischen Ärzte anteilig an allen verschriebenen Antibiotika insgesamt weniger Reserveantibiotika verordnet als im Bundesdurchschnitt“, erklärt Dr. Dryden. So liegt der Anteil der verordneten Reserveantibiotika in der bundesweiten Betrachtung bei rund 10,4 Prozent, in Westfalen-Lippe sind es hingegen rund 8,7 Prozent. Der allgemeine Trend zu einem nachhaltigen Rückgang bei der Verordnung von Reserveantibiotika wird in Westfalen-Lippe somit noch verstärkt. „Das ist natürlich besonders erfreulich und zeugt von einem verantwortungsbewussten Einsatz dieser wichtiger Arzneien in unserem Landesteil“, betont Dr. Dryden.

     

    Um den Ärzten einen Überblick über die Art und Häufigkeit ihrer verordneten Antibiotika sowie einen Vergleich mit ihren Kollegen in der Region zu ermöglichen, hat die KVWL im vergangenen November erstmalig auch ein Antibiotika-Reporting an alle Allgemeinmediziner, Kinder- und Jugendärzte, Gynäkologen, HNO-Fachärzte sowie Urologen in Westfalen-Lippe verschickt. „Mit dem Antibiotika-Reporting möchten wir unseren Ärzten eine Orientierungshilfe anbieten und sie dafür sensibilisieren, ihre Antibiotikaverordnungen kritisch zu prüfen“, erklärt Allgemeinmediziner Dryden. Aber: „Unser Ziel ist es nicht, die Antibiotikaverordnungen in Westfalen-Lippe pauschal zu senken. Wer ein Antibiotikum aus medizinischen Gründen benötigt, muss dies auch erhalten. Unser Reporting kann aber dazu beitragen, das Verordnungsverhalten der Ärzte zu optimieren, ganz unabhängig davon, wie diese Optimierung aussieht“. Die Resonanz der westfälisch-lippischen Ärzte zum ersten Antibiotika-Reporting war insgesamt sehr positiv. Auch bei anderen regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen ist das Reporting auf großes Interesse gestoßen, sodass sich ähnliche Angebote zukünftig ebenfalls in anderen Bundesländern etablieren könnten.

     

     

    Presseinformation

    Ärzte in Westfalen-Lippe raten zur Grippeschutzimpfung



    Wer sich jetzt impfen lässt, ist zur Grippesaison geschützt
    Die Nase läuft, der Hals wird dick, Kopf und Glieder schmerzen. Einen normalen grippalen Infekt kennt jeder – eine "echte" Grippe, die saisonale Influenza, zum Glück nicht. Zwar sind ihre Symptome zunächst ähnlich, die Erkrankung verläuft aber dann deutlich schwerwiegender: Hohes Fieber, heftige Schmerzen und lebensbedrohliche Komplikationen wie eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung sind möglich. An solchen Komplikationen sterben jedes Jahr in Deutschland mehrere tausend Menschen.

    "Guten Schutz gegen die saisonale Influenza bietet die Grippeschutzimpfung", betont Dr. Wolfgang-Axel Dryden, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Besonders ältere, chronisch kranke und immungeschwächte Menschen sowie Schwangere sollten sich rechtzeitig gegen Grippe impfen lassen. Denn: "Mit keiner anderen Impfung lassen sich so viele Menschenleben retten."
    In der Regel beginnt die Grippewelle in Deutschland meist im Januar oder Februar. In der Grippesaison 2017/2018, die besonders schwer verlief, häuften sich die Influenzafälle in März und April. "Wir empfehlen eine Impfung in den Monaten Oktober und November", sagt Hausarzt Dr. Dryden. "Nach der Injektion dauert es etwa 2-3 Wochen bis der Körper genügend Antikörper gebildet hat."

    In dieser Grippe-Saison kommt erstmals regelhaft ein Vierfach-Impfstoff für alle Versicherten zum Einsatz; also ein Impfstoff, der gegen vier Influenza-Virustypen schützt. Auch dieser Grippeimpfstoff ist gut verträglich. Gelegentlich kann es nach der Impfung zu Rötungen oder einer Schwellung an der Einstichstelle kommen. In seltenen Fällen treten Symptome wie bei einer Erkältung auf, die in der Regel nach ein bis zwei Tagen abklingen. "Diese sind aber letztlich ein positives Zeichen, weil sie zeigen, dass der Körper Abwehrkräfte mobilisiert", erläutert Dr. Dryden.

    Für Personen, die bei einer Infektion mit den Grippevieren ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben – dazu zählen Personen über 60 Jahre, Schwangere, chronisch Kranke und Personen mit einem geschwächten Immunsystem – übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Grippeschutzimpfung. Einige Kassen übernehmen die Kosten jedoch auch für Versicherte, die nicht der Risikogruppe angehören. Versicherte sollten sich deshalb vorab bei ihrer Krankenkasse über eine mögliche Kostenübernahme bei Grippeschutzimpfungen informieren.

    "Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Grippeimpfung", empfiehlt Dr. Dryden. "Er berät Sie gerne, ob eine Impfung bei Ihnen sinnvoll ist."

     

    Unterstützung für Forderung der 91. Gesundheitsministerkonferenz der Länder

    Dortmund, 22. Juni 2018
    KV 11/18 JF

    "Stärkung der Praxisnetze verbessert die Versorgung"

    Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) unterstützt die Forderung der 91. Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK), die Rolle der Praxisnetze im deutschen Gesundheitswesen weiter zu stärken. "Bei uns in Westfalen-Lippe haben sich die Arztnetze als Multiplikatoren guter Ideen zur Verbesserung der ambulanten Versorgung bewährt", betont KVWL-Vorstandsmitglied Thomas Müller. "Die inzwischen 21 anerkannten Netze in unserem Landesteil arbeiten sehr effektiv und schließen so regionale Lücken in der Versorgung. Dass Praxisnetze künftig auch Arztsitze erwerben und Ärzte oder Versorgungsassistentinnen anstellen dürfen, ist aus unserer Sicht deshalb ein überfälliger nächster Schritt, den wir sehr befürworten."

    Hintergrund: Die 91. GMK, die am 20./21. Juni in Düsseldorf tagte, fordert das Bundesgesundheitsministerium per Beschluss auf, die Rahmenbedingungen für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung durch eine Stärkung der Arztnetze zu verbessern. "Insbesondere sollte es Praxisnetzen – vor allem solchen, die in unterversorgten Gebieten tätig sind und die von einer Kassenärztlichen Vereinigung anerkannt worden sind – ermöglicht werden, Arztsitze zu erwerben sowie Ärztinnen und Ärzte oder anderes medizinisches Personal anzustellen", heißt es in einem einstimmig gefassten Beschluss der 16 Landesgesundheitsminister.

    Die Möglichkeit, zunächst als angestellter Arzt in einem Praxisnetz die Arbeit in der ambulanten Versorgung kennenlernen zu können, wäre insbesondere für den Ärztenachwuchs eine attraktive Option, ist Thomas Müller überzeugt: "Denn wir wissen aus vielen Gesprächen mit jungen Medizinern, dass sie einerseits nicht als 'Einzelkämpfer' in die Niederlassung starten wollen und anderseits das unternehmerische Risiko einer eigenen Praxis oft überschätzen." Er könne sich deshalb sehr gut vorstellen, "dass so mancher angestellter Arzt nach zwei bis drei Jahren den Arztsitz vom Praxisnetz übernimmt, wenn er erst einmal entsprechende Erfahrungen in der Versorgung gesammelt hat".

    Ein wichtiger Aspekt sei auch die von den Gesundheitsministern angeregte Anstellung von medizinischen Personal durch die Praxisnetze, so KVWL-Vorstand Müller: "Die Ausbildung und Anstellung einer entlastenden Versorgungsassistentin, der sogenannten EVA, ist mit hohen Kosten verbunden. Die Zuständigkeit einer EVA für mehrere Praxen – wie bei einem Praxisnetz – erscheint daher auch wirtschaftlich effektiver." In Zeiten eines zunehmenden Ärztemangels sei die damit verbundene zeitliche Entlastung für den einzelnen Arzt nicht zu unterschätzen. Müller verweist auf positive Erfahrungen im Rahmen eines Modellprojekts in Siegen. Auf Basis eines Selektivvertrages mit den Krankenkassen hat das dortige Praxisnetz "Gesundheitsregion Siegerland" seit einigen Jahren eine Netz-EVA angestellt. Inzwischen teilen sich zwei entsprechend fortgebildete Mitarbeiterinnen die Tätigkeit und unterstützen die Praxen bei Hausbesuchen. Das Feedback der Patienten und der Ärzte sei gleichermaßen gut, betont der KVWL-Vorstand: "Die Patienten fühlen sich gut betreut und die Ärzte gewinnen Zeit für schwerwiegendere Fälle."

    Thomas Müllers Appell an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: "Im Sinne der hausärztlichen Versorgung in ländlichen Regionen – bitte stärken Sie die Praxisnetze, so wie es die Landesminister heute von Ihnen fordern."

    Herbst
    2019


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